Bürgerbegehren zum Grünflächenerhalt ignoriert – CDU will die Wiese nun doch bebauen

Sich einerseits zum Bürgerbegehren zum Erhalt der Grünanlagen zu bekennen und dann einfach die letzte Grünanlage im Kiez bebauen – Das ist an Verlogenheit kaum zu überbieten und stellt einen neuen Tiefpunkt für die CDU in Charlottenburg-Wilmersdorf dar. Die CDU hat damit gezeigt, dass Ihr das von 18.000 Bürger des Bezirks unterzeichnete Bürgerbegehren zum Erhalt der Grünanlage egal ist. Wenn das Dach noch begrünt wird, dann scheint es mit der Kompetenz bei der CDU vorbei zu sein. Das reicht als Argument, um nun doch wieder für das Bauen zu sein, trotz des Überbauungsverbots im Grundbuch. Das Ganze wird nur in schöne Worte wie „abwägen“ verpackt.

Die Bürgerinnen und Bürger müssen die Fehlplanungen der Bezirkspolitik ausbaden (z. B. keine Wohnungen auf dem riesigen Reemtsma-Gelände obwohl vom Investor gewünscht). Einen treffenden Kommentar der Aktiven Bürger finden Sie unter https://www.facebook.com/AktiveBuergerCW/ im Beitrag vom 15. Februar 2020. Noch 2016 durften wir uns vom Bezirksstadtrat anhören: „Wir haben hier genug Wohnungen“.

Es gibt viele gute Gründe für den Erhalt der letzten öffentlichen Grünanlage im Umkreis von fast 1km. Direkt neben der Wiese werden mind. 250 neue Wohnungen in 6-geschossigen Bauten entstehen. Dagegen hat niemand von uns etwas. Warum trotz festgestellter höchster umweltbezogenener Mehrfachbelastung im Bezirk (Ausschnitt aus dem Umweltatlas Berlin 2019) nun auch noch die letzte echte grünfläche bebaut werden soll, erschließt sich uns nicht.

Nun gilt es noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren. Zeigen wir unseren Abgeordneten, was wir von ihren Plänen halten.

3 Gedanken zu „Bürgerbegehren zum Grünflächenerhalt ignoriert – CDU will die Wiese nun doch bebauen

  1. Die B.I.“Rettet die Cornelsenwiese“ hat von Anfang an den Fehler begangen,das sie nur die Wiese in den Vordergrund gestellt hat.Es gibt da ein Gschmäckle. Einige Gründungsmitglieder müssen durch die Wiesenbebauung auf den Genuss ihrer freien Sicht bis zum Alpenpanorama verzichten.Es gibt durch die Bebauung aber eine starke Verschattung aller Bestandsbauten.Bei der letzten B.I.Sitzung hat Frau Schon Ihr „Mitgefühl“für die Mieter in den anderen betroffenen Häusern wie folgt ausgedrückt:“Dann sollen doch die Umsiedler aus der Schlange auf die Parkplätze ziehen“.Gemeint sind die Parkplatzbebauungen.Wasch mir den Pelz aber ………Es haben sich zu Recht die Anwohner in den umliegenden Häusern von der B.I.verabschiedet.Das Bürgerbegehren bezog sich auf den Erhalt“aller“Grünflächen in ChaWi.Im Umkreis von einem Kilometer befinden sich mehrere Kleingartenanlagen,die auf allen Wegen geöffnet sind und sich über jeden Besucher freuen.Das Verhalten der SPD,mit Ihrem ehemaligen Obergrünflächenvernichter Schulte und dem Grüßaugust Nauman,sowie den rumeiernden Grünen finde ich unter aller Sau.Solche Parteien sind nicht wählbar.Nun schließt sich auch noch die CDU diesem Katastrophen-Duo an,das kann man nur noch mit seinem Kreuz auf dem Wahlzettel honorieren.Gröhler,dann gibt es wieder Eintopf statt Lachsbraten.Ich möchte hiermit meinen Dank an Klaus Görlitz,von der CDU Ortsteilgruppe“Gartenstadt Schmargendorf“ausdrücken,der sich sehr für den Erhalt aller Grünflächen in ChaWi einsetzt.

  2. die wiese ist für alle da, besonders für kinder und alte,
    darauf habe ich immer wieder hingewiesen…
    der obige kommentar will die bürger spalten.
    für den erhalt der cornelsenwiese, jenny

  3. Es ist das gute Recht eines jeden Bürgers, sich für sein unmittelbares Wohnumfeld zu engagieren. Bürgerinitiativen machen genau das, in den allermeisten Fällen jedoch stellvertretend für die Interessen der Allgemeinheit.
    Das ist auch hier der Fall!
    Deswegen gibt es hier auch kein (!) „Geschmäckle“. Die Kritik
    , die von Günther K. hier gebracht wurde, entbehrt jeglicher Grundlage. So etwas passiert, wenn man nicht in das ganze Geschehen eingebunden ist, sondern nur sporadisch mal vorbeischaut.
    Kritik ist legitim, falsche Kritik schadet dem gemeinsamen Anliegen.
    Die Bi hat sich nie ehrlichen Kompromissen verschlossen und gleichzeitig immer die Interessen des gesamten Umfeldes vertreten.
    Der erwähnte Herr vom CDU Ortsverband Gartenstadt Schmargendorf versucht, die Felle für seine Partei zu retten, vergisst aber immer zu erwähnen, das die Fraktionsvorsitzende seiner Partei, die die Bebauung bis jetzt nur vorantreibt, genau diesem Ortsverband Gartenstadt Schmargendorf angehört. Es gibt auch keinerlei Stellungnahme dieser CDU Gliederung, man würde den Kampf für die Wiese unterstützen.
    Darauf sollte man also nicht reinfallen.
    Der Unterzeichner dieser Replik hat über viele Jahre in mehreren erfolgreichen Bürgerinitiativen im Bezirk mitgearbeitet und kann sich deshalb erlauben, mit diesem Hintergrundwissen die Bi Cornelsenwiese in Schutz zu nehmen.

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