Die Cornelsenwiese ist gerettet

 

Danke, liebe Mitstreiter!

Vier Jahre Einsatz für den Erhalt der Cornelsenwiese zwischen Wiesbadener und Dillenburger Straße haben sich gelohnt. Dieser Erfolg ist eine Ermutigung für alle, die trotz mancher Rückschläge den Glauben an die Wirksamkeit demokratischer Instrumente für die Bürgerbeteiligung nicht verloren haben.

Durch die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans, begonnen im Frühjahr 2014, sollte die Wiese bebaut werden und damit diese seit Jahrzehnten durch Schilder als geschützte Grünanlage ausgewiesene Erholungsfläche den Menschen in Schmargendorf verlorengehen.

Anwohner und andere Bürger des Bezirks Charlottenburg/Wilmersdorf haben u.a. mit einem Einwohnerantrag seither versucht, die Bebauung der Wiese zu verhindern, was umso wichtiger ist, weil mittlerweile die angrenzende Kleingartenanlage Wiesbadener Straße vernichtet ist und bebaut wird und Grünflächen im nahen Umfeld der dichten Besiedlung der Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße rar sind.

In der näheren Umgebung der Wiese wohnen viele alte Menschen und viele Familien mit Kindern, an die Wiese grenzt ein viel besuchter Kinderspielplatz. Auch wurde vor einiger Zeit der Übergang über die Wiesbadener Straße, um von einem Teil des Cornelsenwegs zum anderen zu gelangen, blindengerecht ausgebaut.

Die Wiese und der Cornelsenweg sind durch eine Senatsverordnung der 1960er Jahre und durch die Eintragung einer Dienstbarkeit im Grundbuch der Öffentlichkeit zum Wohle aller Bürger zur Verfügung gestellt.

Und darum ging es bei der erneuten Abstimmung am 22.03.2018 in der Bezirksverordnetenersammlung:
Auf Antrag der CDU soll diese Dienstbarkeit erhalten bleiben und nicht zugunsten einer Bebauung darauf verzichtet werden. Dem CDU-Antrag schlossen sich die Verordneten der Linken und der Grünen an, wo hingegen die mitregierende SPD im Bezirk und die FDP unverändert für die Freigabe zur Bebauung sind, unter Missachtung des erfolgreichen Bürgerbegehrens zum Grünflächenerhalt von 2016, das von der Beziksverordnetenversammlung übernommen worden ist. Seitdem muss dieses Bürgerbegehren bei allen Entscheidungen, die Grünflächen im Bezirk betreffen, berücksichtigt werden.

Wir danken allen, die unser Anliegen, Grünflächen in unmittelbarer Nähe von Wohnanlagen für die Bürger zu erhalten, wohlwollend begleitet und unterstützt haben. Wir danken der CDU-Fraktion, dass sie den Mut hatte, die Konsequenzen aus dem Bürgerbegehren zu ziehen, den Grünen, die von Anfang an für uns gestimmt haben, und den Linken, die sich in dieser Wahlperiode sehr engagiert für unser Anliegen eingesetzt haben.

Bürgerinitiative Cornelsenweg

Bürgerbegehren gestartet

Gemeinsam mit dem Bezirksverband Charlottenburg der Kleingärtner, dem Bezirksverband der Kleingärtner Berlin-Wilmersdorf, der Bürgerinitiative Olivaer Platz, der Mieterinitiative Schlangenbader Straße, der Bürgerinitiative Henriettenplatz („Seesener Straße“) und der Bürgerinitiative Heilbronner Str./Halensee haben wir ein neues Bürgerbegehren zum Grünflächenerhalt in unserem Bezirk auf den Weg gebracht.

Die Parteien schreiben in ihren Wahlprogrammen von „Grünflächenerhalt“, „Unterstützung für Kleingärten“,  „Umweltbewusstsein“, „Lebensqualität“ und „Bürgerbeteiligung“. Das politische Handeln in unserem Bezirk in der letzten Legislaturperiode führt diese Schlagworte ad absurdum. Charlottenburg-Wilmersdorf ist im Bezug auf Grünflächen bereits heute massiv unterversorgt (2. schlechtester Bezirk in Berlin).

Unterstützen Sie unser Bürgerbegehren, denn nur mit wohnortnahen Grünflächen zum Spielen, zur Erholung, zum Spazierengehen und für den Klimaschutz bleibt Charlottenburg-Wilmersdorf attraktiv und lebenswert!

Die Unterschriftenliste steht hier zum Download zur Verfügung:

Unterschriftenformular Bürgerbegehren

(Die ausgefüllten Unterschriftsbögen bitte an Frau Sydow, Bezirksverband Charlottenburg der Kleingärtner e.V., Ruhwaldweg 1, 14050 Berlin)

Unterschriftsberechtigt ist, wer zum Zeitpunkt der Unterschrift

  • mind. 16 Jahre alt ist und aus Dtl. oder der EU stammt
  • polizeilich mind. 3 Monate in Charlottenburg-Wilmersdorf gemeldet ist (Haupt- oder alleiniger Wohnsitz).
  • zudem sollten die Angaben im Wesentlichen leserlich sein
  • Unterschriften und die Angaben (z. B. Vollständigkeit) sollten soweit möglich sofort überprüft werden, um Fehler zu vermeiden

Andreas P.

An der Wiesbadener Straße in Schmargendorf kein Klein-Manhattan!

von Jenny Schon

Bereits in meinem Artikel in der Kiezzeitschrift „Berlin dabei“ 16/2015 habe ich auf die Gefahren hingewiesen, die eine unsinnige und unnötige Verdichtung für Berlin bringen wird.

Als Stadtführerin besonders im Südwesten von Berlin wird mir immer wieder bestätigt, wie wunderschön gerade durch die Vielfalt der verschiedenen Orte Berlin, besonders der Südwesten, grün und gediegen ist.

Das hat natürlich seine historischen Vorgaben, die noch im Kaiserreich liegen, wo nicht nur der Adel hier seine Sommerfrische hatte, sondern auch das aufkommende Bürgertum aus Berlin sich hier wegen der guten Luft und Infrastruktur (Eisenbahn) seine Villenkolonien schuf.

Auf den noch vorhandenen Grünflächen wurden in den Jahren um den 1. Weltkrieg und danach die berühmten Reformsiedlungen geschaffen, in Zehlendorf, am Rüdesheimer Platz, die Künstlerkolonie, aber auch die Siedlungen an der Wiesbadener Straße sind heute denkmalgeschützt, so dass von Friedenau über Wilmersdorf bis nach Schmargendorf eine interessante Siedlungsgeschichte von gut hundert Jahren nachzuvollziehen ist.

Um 1960, in den Jahren um den Mauerbau, wurde auf ehemaligem Kleingartengebiet, Westberlin war eingemauert und hatte keine Erweiterungsmöglichkeiten, ein im Stil der Bauhausarchitektur und in Anlehnung an die Internationale Bauausstellung 1956 im Hansa-Viertel ein Ensemble geschaffen, dass der Architekt mit Bauhaustradition (Kreuzberg) Wilhelm Vormeier entworfen hat. Für die Genehmigung der drei sechsstöckigen Torhäuser wurde 1965 eine Senats-Verordnung erlassen, die die umgebenden Freiflächen als unüberbaubare Grünflächen ausweist.

Diese seither als geschützte Grünanlage deklarierte sogenannte Wiese am Cornelsenweg soll jetzt bebaut werden, sowie die mit altem Baumbestand umgebenen Parkplätze.

Gegen diese Bebauung hatten Bürger mit ca. 2000 Stimmen einen Einwohnerantrag eingereicht, der allerdings von der Mehrheit der BVV abgelehnt wurde. Die Bebauung wurde zwar modifiziert, jedoch der Neubau von ca. 100 hochwertigen Wohnungen in fünf- bis sechsstockigen Blöcken für einen qm-Preis von 8,50-12,50 Euro nicht reduziert oder zurückgenommen.

Wenn die Bebauung der Kolonie Wiesbaden, die an die Wiese des Cornelsenwegs anschließt, mit einer sechsstöckigen Randbebauung ab 2020 vorgenommen wird, ist eine unzumutbare, weil gesundheitsschädliche Verdichtung der Wiesbadener Straße die Folge, da in unmittelbarer Nähe die Autobahn-Überbauung Schlangenbader Straße existiert mit mehreren tausend Einwohnern und die daran anschließende Schildhornstraße eine der feinstaubbelasteten Straßen Berlins überhaupt ist.

Gegen den Raubbau und die Vernichtung von Grün im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ist ein Bürgerbegehren beantragt.

Es wird für das noch vorhandene Grün im Bezirk ein ähnlich verbindlicher Vertrag gefordert wie der Dauerwaldvertrag, den unsere Vorfahren bereits 1915 für den Erhalt des Berliner Waldes abgeschlossen haben.

Für dieses Bürgerbegehren benötigen wir ca. 10.000 Stimmen. Wir bitten daher, sich in die ausliegenden Listen gegen die Vernichtung von Grün und die Zubetonierung unseres Bezirks einzutragen.

So geht es weiter

Liebe Nachbarn!
Unser Einwohnerantrag zur Bewahrung unserer Wohnanlage mit der Cornelsenwegwiese und Erhaltung des geltenden Bebauungsplans wurde von der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg/Wilmersdorf abgelehnt.
Die betroffenen Bürger wurden eingeladen mit zwei Vertretern an einem Forum teilzunehmen, in dem die Bauplanung weiter beraten werden soll. Das Forum findet statt:

Mittwoch, 18. März 2015
18-20 Uhr
im Rathaus Charlottenburg
Lily-Braun-Saal, 2.OG
Otto-Suhr-Allee 100

Unser weiteres Vorgehen besprechen wir auf unseren wöchentlichen Treffen am Donnerstag um 19 Uhr im Restaurant Prometheus, Schlangenbader Straße 17, das nächste Treffen ist am 12.3.2015.
Wir bitten Sie, als Betroffene an diesen Treffen teilzunehmen.
Ihre Bürgerinitiative Cornelsenwegwiese
kontakt@cornelsenwegwiese.de

Demo gegen die Grünvernichtung

Bäume oder Beton?

Unter diesem Motto rufen der Kleingärtnerverein Oeynhausen und die Bürgerinitiative Oeynhausen retten alle Menschen auf, sich am 14. November ab 14 Uhr der Demo anzuschließen. Besucht werden sollen Baustadtrat Marc Schulte am Fehrbelliner Platz 4, Stadtentwicklungssenator Michael Müller am Fehrbelliner Platz 1, und Baulöwe Klaus Groth am Kurfürstendamm 50.

Der Bürger-Entscheid mit 85.000 Stimmen für den Erhalt der Kolonie wird von der Verwaltung weiterhin ignoriert. Wecken wir sie auf! Kommt, seid laut, seid wütend!

Wir als BI Cornelsenwegwiese schließen uns diesem Aufruf an und bitten Sie alle, die Demo zu unterstützen.

Plakat+final+A4+Webseite

Das Plakat zum Ausdruck als .pdf herunterladen